Aktuelle Bilder
header
Galerie: Winterbilder Gemeinde Grainet



 Gemeinde Grainet:
 Obere Hauptstraße 21
 94143 Grainet
 Tel. 08585 / 9600-0
 Fax: 08585 / 960096
 E-Mail: info@grainet.de
 Öffnungszeiten:
 Mo.-Do.: 8.00-12.00 Uhr
 und 13.00-16.00 Uhr

 Freitag: 8.00-12.00 Uhr

Johannisfeuer oder  "Sonnwendfeuer"

Sonnwendfeuer, Tradition, GrainetDas Johannisfeuer steht in Zusammenhang mit Feuer- und Sonnensymbolik wie auch der Sonnenwende, weshalb es selbst häufig als Sonnenfeuer bzw. Sonnwendfeuer bezeichnet wird. Es ist ein erstmals seit dem 12. Jahrhundert, seit dem 14. Jahrhundert häufig belegter Brauch. Es wird in der Nacht vor dem Johannistag angezündet.
Das vor allem auf Bergen stattfindende Feuer ist ein altes Symbol für die Sonne und damit für Christus.
Dem Volksglauben nach sollte das Johannisfeuer böse Dämonen, die Krankheiten bringen, Viehschaden und misswüchsige Kinder hervorbringen, abwehren. Darauf deuten auch die Strohpuppen, die man in manchen Gegenden ins Feuer wirft (Hanslverbrennen). Insbesondere sollten auch Hagelschäden abgewehrt werden. Diese Wirkungen des Johannisfeuers liegen vermutlich in der hohen Popularität des Heiligen begründet, dem auch sonst starke Kräfte zuerkannt wurden; man vergleiche die im Mittelalter außergewöhnlich stark verbreiteten Namen Hans, Johannes, Jan oder Jean. Mittelalterliche Namensgebung bedeutete vielfach, dass dem Kind der entsprechende Heilige als Schutzpatron zugeeignet wurde. Das Johannisfeuer findet man in verschiedener Ausgestaltung fast über ganz Europa verbreitet.

Maibaumaufstellen

Maibaumaufstellen, Tradition, GrainetMänner, auf geht’s, pack mas o – mitanand – hau ruck!“ So, oder so ähnlich lautet der Aufruf für die starken Männer eines Dorfes, wenn der Maibaum aufgestellt wird. Nach einer mehr oder weniger durchzechten Nacht, der so genannten Freinacht vom 30. April auf den 1. Mai wird in den meisten Gemeinden Bayerns ein rauschendes Fest gefeiert. Nach einer echten Schinderei, die Bäume sind schwer und werden im Regelfall nur per Menschenkraft und langen Stangen, den „Schwaiwaln“ in ihre Position gebracht, brandet bei den Zuschauern erleichterter Applaus auf und die ersten Maßkrüge werden an die Burschen weiter gereicht. Danach beginnt, gutes Wetter vorausgesetzt, die Gaudi rund um den Baum, dessen Sinnbild eine lange Tradition hat.¨Von den Kelten ist überliefert, dass der 1. Mai der wichtigste Feiertag war und an diesem an einem Baum rituelle Blutopfer dargebracht wurden. Blutig kann es heutzutage beim beliebten Maibaum-Klauen zugehen, wenn sich die den Baum bewachende Partei auf die stehlende Partei trifft. Ansonsten ist das Aufstellen des Baumes, je nach Größe, durchaus anstrengend und schweißtreibend. ¨Das Maibaum stehlen hat in Bayern und auch in anderen Gegenden Deutschlands und Österreichs eine lange Tradition und feste Gesetze. So muss der Baum bereits gefällt sein, sich im Ort befinden und darf nur in der Walpurgisnacht geklaut werden. Da der Baum bewacht wird, ist das Stehlen desselben fast unmöglich. Gelingt es trotzdem und befindet sich das Stangerl bereits außerhalb der Ortsgrenzen, muss er üblicherweise mit Naturalien (Speisen und Getränke) ausgelöst werden. Scheitern allerdings die Verhandlungen, weil z.B. die Forderungen der Diebe zu hoch sind, stellen ihn diese im eigenen Ort als Schandmal auf und zersägen ihn nach einigen Wochen. Das Holz wird dann für wohltätige Zwecke versteigert. Kaum eine Gemeinde in Bayern und dem benachbarten Österreich, die nicht in der Ortsmitte einen gewaltigen Mai- oder auch Gesindebaum stehen hat. Vielerorts sind die Bäume nicht nur ein Sinnbild der Tradition, sondern spiegeln auch die Zünfte der Gemeinden und Städte wider. So sind an den Bäumen die Wappen der Handwerker angebracht, wunderschön anzusehen und gleichzeitig die wirtschaftliche Stärke des Ortes darstellend. ¨Oftmals zieren auch weise Sprüche den Maibaum, wie z.B. dieser: „Mein Dorf, das die Tradition in Ehren hält, hat mich mit vereinten Kräften hier erstellt. Nun betrachte mich genau und denke stets daran, dass einer allein nichts erreichen kann.“So symbolisiert der Maibaum vor allem eine Gemeinschaft, die zusammen steht und damit Stärke beweist.¨

Nikolaustag im Wald

Nikolaus-GrainetLängst ist draußen „zusammengearbeitet“, Felder und Wiesen hat es zugeschneit. Wenns recht wachelt und der Wind über den Wald herunter orgelt, mögen auch die Kinder nicht draußen sein. Sie sitzen in den warmen Stuben, schauen hinaus in das wirbelnde Schneetreiben und wähnen: jetzt raufen die Müller und Bäcker“.
Am 5.- Dezember abends kommt der „Niklo“ des Christkinds Vorbote. Die Kinder gehen früher wie sonst von der „Schlittenreise „ heim, nehmen sich zusammen und loben sich selbst; sie wispern, dass der Niklo nicht versprengt wird. Auf ihn freuen sie sich, sie fürchten sich aber auch, denn erhat nicht bloß „ebbs Essats“, sondern auch eine „Gart“ und einen leeren Sack bei sich. Ehe er ins Haus geht, „meldet er sich zuvor an“ – er scheppert mit der eisernen Kette vor der Tür. Dann stolpert und poltert er zur Stube herein. Er hat lange Wadenstiefel an, einen weiten dicken Mantel um, eine Kapuze oder eine Pelzhaube oder eine Zipfelhaube auf. Sein Gesicht ist schier wie angerußt oder angeschwärzt finster, darauf leuchtet der struppige Bart, der so grau, wie wenn’s ein flachsener oder werchener wär. Die einen Kinder verstecken sich unter den Tisch oder schlüpfen unter die Ofenbank, andere nehmen beim Vater Zuflucht oder ducken sich hinter Mutters Fürtuch; die kleineren flennen und zittern wie Espenlaub und die größeren beteuern Besserung und Artigkeit für alle Zeit. Da verrät sich das schlechte Gewissen. Erst hebt der Niklo den Mahn- und Warnfinger und droht, die Bösen und Faulen in den Sack zu tun und fortzuschleppen; dann fragt er Vater und Mutter nach Fleiß und Betragen der Kinder. Von den Kleinen will er „s `Jesukindl“ hören; die größeren müssen „den Vater unser“ beten und auch noch lesen, schreiben und rechnen. Endlich gibt er sich zufrieden, er schüttet das Spendensäckel aus oder leert eine Manteltasche, drin die Äpfel, Nüsse, Zuckerzeltl und anderen gute Sachen sind. Jetzt fürchten die Kinder sich nimmer, sie haben keine Scheu mehr und klauben auf und halten die Hände auf. Zuletzt nimmt der Nikolaus noch „B´hüt Gott“ und geht wieder ein Häusl weiter.

Die gute alte Zeit gehört der Vergangenheit an, aber der Brauch der Nikolausaussendung, um die Kinder zu besuchen und zu beschenken hat bis jetzt überlebt, deshalb kommt der heilige Nikolaus  noch jedes Jahr am 5. Dezember um 17.00 Uhr  in seine Kirche in Grainet und beschenkt die Kinder.

Die Graineter Künstlerin Brigitte Hannig, hat dem Nikolaus am Säumerhügel ein Denkmal gesetzt. Eine Schrottplastik am „Goldenen Steig“ erinnert an den Patron der Kinder und Salzsäumer.

hl-nikolaus-hannig   hl-nikolaus-kindergarten
Bild: Schrottplastik B. Hannig. Geschnitzter St. Nikolaus im Kindergarten Grainet.

„Wasservögel“ ziehen in der Pfingstzeit von Haus zu Haus


Wasservogelsinger, Tradition, GrainetWenn am Pfingstsonntag die Dämmerung über das Waldland hereinbricht, erwacht in den Dörfern ein uralter Brauch zu neuem Leben. Das Wasservogelsingen oder auch Pfingstvogelsingen zählt zu den wohl ältesten Kultbräuchen in unserer Gegend und wird noch bis zum heutigen Tage gepflegt. Der Grundgedanke dieses Brauches geht auf den siegreichen Kampf des Sommers gegen den Winter zurück und ist zugleich mit dem Fruchtbarkeitsglauben für Feld und Haus verbunden.
Am Abend des Pfingstsonntag treffen sich mehrere männliche Dorfbewohner in wetterfester Kleidung, mit Regenmänteln und Stiefeln angetan, um so von Haus zu Haus und Hof zu Hof zu marschieren. Die Gruppe besteht aus einem Vorsänger, der die einzelnen Strophen des Pfingstliedes darbringt, dem „Eierkater“, der die oft nicht leichte Arbeit hat, die Eier oder das Geld von der Hausfrau abzuholen, dem Kirmträger, der für die angesammelten Gaben die Verantwortung trägt und mehreren Mitsingern.
Zumeist auf die Hausbewohner bezogen, singen die Burschen die althergebrachten Strophen von Bettelreimen, Lobeshymnen, Neckereien und nicht zuletzt Dankes- und Wunschreime.
Unausbleiblich und unbedingt zum Brauch gehört es, dass die Pfingstvögel kräftig mit Wasser gegossen werden, das sieht in der Praxis so aus, dass die Kinder und die Familienangehörigen schon versteckt hinter Vorhängen, Balkonvorsprüngen mit Eimern und Kübeln, Gießkannen und Gartenschläuchen auf ihre Opfer warten. Nach dem „Begießen“ werden die Gaben gereicht: das sind beim Bauern ca. 10 Eier und Geldgaben beim Häusler. In der Regel gibt es auch noch ein Stamperl Schnaps für jeden Teilnehmer. Auch hier gilt die alte Regel, je mehr um so besser.
Spät und völlig durchnäßt kehren die Wasservögel zu ihrem Ausgangspunkt zurück, der entweder im Wirtshaus oder auf einem Bauernhof sein kann. Die Eier werden gleich verzehrt und das Geld bekommt irgend eine Institution. Anschließend setzt man sich dann zu einer kräftigen Brotzeit zusammen, das heißt, es wird ein halbes Dutzend Spiegeleier pro Mann gebraten, um so mit genügend Bier die Strapazen dieser anstrengenden Nacht zu überstehen.


Veranstaltungen

24.03.2017
Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen SV Grainet ...mehr
24.03.2017

Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen SV Grainet

Gasthaus Heidi u. Hans Paster. 19.30 Uhr



24.03.2017
Mitgliederversammlung Kapellenverein Rehberg ...mehr
24.03.2017

Mitgliederversammlung Kapellenverein Rehberg

im FW-Haus Rehberg. Beginn 19.30 Uhr



25.03.2017
Jahreshauptversammlung Schützenverein Birkenwald mit Neuwahlen ...mehr
25.03.2017

Jahreshauptversammlung Schützenverein Birkenwald mit Neuwahlen

im Schützenheim. Beginn 19.30 Uhr



25.03.2017
Geführte Wanderung ...mehr
25.03.2017

Geführte Wanderung

"Frühling im Graineter Kessel" TP 14.00 Uhr Dorfplatz Grainet. Dauer etwa 3 Std. Wanderführer Volker Hartwig. Anmeldung bis zum Vortag bis 16.00 Uhr. bei Gemeinde Grainet. Tel. 08585/96000. Preis kostenlos. Fernglas und Fotoapparat nicht vergessen!


Lageplan