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Galerie: Säumer




Hobelsberg

Im Volksmund auch „Hüttn" genannt verdankt seine Entstehung der Glasmacherei.
Namensgeber war der Glasmachermeister Andre Hobelsberger.
Die geheimnisvolle Kunst des „Glasmachens" war im bayerisch-böhmischen Grenzgebirge bereits im Mittelalter beheimatet. Hier, im größten zusammenhängenden Waldland Mitteleuropas waren die für die Glaserzeugung nötigen Rohstoffe und Hilfsmittel mehr als ausreichend vorhanden oder konnten unschwer gewonnen werden.
Dies waren: Quarzsand, Holz, Holzasche und Kalk. Deshalb lockten die endlosen Wälder zwischen Lusen und Dreisessel frühzeitig Glasmeister und Glasmacher an.
Mit Erlaubnis der Grundherrschaft schlugen sie ihre einfachen Wanderglashütten auf. „Wanderbetriebe", die immer wieder dem Wald nachzogen, wenn im Umkreis der Hütte das Holz verbraucht war.
Die Quarzschürfer, Pochermänner, Aschenbrenner, Flusssieder und Scheiterhacker an den alten Glashütten besorgten die Rohstoffe für die Herstellung von Glas.
In mühevoller Arbeit musste der Schmelzer diese Rohstoffe aufbereiten und zum „Gemenge" mischen. Aus jahrhunderte langer Erfahrung war bekannt, dass aus der erhitzten Mischung, dem „Gemenge" (Quarzsand, Pottasche und Kalk), Glas geschmolzen werden konnte.
Der Quarz wurde vom „Pfahl" oder „Sandhäuser" geholt und diente als „Glasbildner", die Pottasche diente als „Flussmittel", das die Schmelztemperatur von 1730 auf 1300 Grad senkt, der Kalk machte das Glas hart ( „Glaswandler").
In den Waldglashütten wurden Trinkgläser, Butzenscheiben und Bettl (Rosenkranzperlen) hergestellt.
Vor 1449 stand die erste Glashütte am Glasbach, von hier wanderte sie auf den Hobleinsberg.
Bereits 1449 wird ein gewisser Hainreich Glasser Hüttenmeister am Hobleinsberg.

Besitzer der Hobelsberger Glashütten:

  • 1449 - 1508 Hainreich Glasser
  • 1508 - 1528 Jörg Glaser
  • 1528 - 1551 Balthasar Glaser
  • 1551 - 1561 Hans Hobelsberger
  • 1561 - 1583 Andre Hobelsberger
  • 1583 - 1595 Heimeran Reichenberger
  • 1595 - 1599 Hans Kirschner
  • 1599 - 1605 Anton Carlot
  • 1605 - 1642 Hans Praumandl

Ab 1642 wurde am Hobelsberg kein Glas mehr erzeugt. Der Glasofen stand nun in der „Bramandlin", das Herrenhaus blieb in Hobelsberg, das von 1642 bis 1719 nur mehr ein Bauerngut war.
Besitzer des Bauernguts:

  • 1642 - 1653 Nikolaus Braumandl
  • 1654   einige Monate Georg Hilz
  • 1654 - 1679 Balthasar Hobelsberger
  • 1679 - 1688 Wilhelm Damberger
  • 1688 - 1719 Bernhard Pauli

In der Hobelsberger Hütte wurden Hohlglas und Scheidgläser (Destilierkolben für Bergwerke) hergestellt.
Heute stehen in Hobelsberg ein Wander & Wellnesshotel, Ferienhäuser und Ferienwohnungen mit 104 Betten. Durch das Baugebiet ist die Bevölkerung rasch auf 211 Einwohner angewachsen.

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