Aktuelle Bilder
header
Galerie: Fotos aus Grainet und Umgebung von Simmel Siegfried



 Gemeinde Grainet:
 Obere Hauptstraße 11
 94143 Grainet
 Tel. 08585 / 9600-0
 Fax: 08585 / 960096

 Mail: poststelle@grainet.de

 
 Öffnungszeiten:
 Mo.-Do.: 8.00 - 12.00 Uhr
 und 13.00 - 16.00 Uhr

 Fr.: 8.00 - 12.00 Uhr

Historisches über die "Wanderglashütten"


Glashütte 
GrainetSchon zu Beginn des 15. Jh. hat im bayerisch-böhmischen Grenzgebirge die Kunst des Glasmachens Fuß gefasst, zumal hier die nötigen Grundstoffe wie Quarz und Holz reichlich vorhanden waren. Mit Erlaubnis der Grundherrschaft haben "Glasmacher" einfache Glasproduktionsstätten als "Wanderhütten" betrieben, deren Standorte man verlegte, wenn die Ressourcen vor Ort aufgebracht waren. Sie benötigten nämlich riesige Mengen Feuerholz und Holz für Pottasche.

Neigten sich die Holzvorräte im Umkreis einer solchen Wanderglashütte dem Ende zu, so "wanderte" sie dem  Walde nach. Dadurch  entstanden in dem noch unberührten Waldmeer, dem die Menschen die Namen "Nordwald", "Böhmerwald" und "Bayerischer Wald" gegeben hatten, Rodungsinseln. Diese dienten als Neuland für die Gründung von Siedlungen. So eine Glashütte bot Arbeit für:

Scheiterhacker, Aschenbrenner, Quarzschürfer, Pochermänner, Flusssieder, Schürer, Schmelzer und Glasmacher.

Glasschmelze GrainetIn der 2. Hälfte des 18. Jh. mussten die Hütten infolge Holzknappheit und Absatzschwierigkeiten schließen. Erst nach 1800, als die Nachfrage nach Luxusglas gewaltig anstieg, einige Jahrzehnte geregelter Forstwirtschaft für das Nachwachsen des "Rohstoffes Holz" gesorgt hatten und die waldvernichtende Pottaschengewinnung durch das neuartige Glasflussmittel "Soda" unnötig geworden war, lebten einige Glashütten (z. B. Schwarzenthal 1821 - 1859) nochmals auf.

Die Hütten fertigten vor allem Rosenkranzperlen, die "Paternosterln" oder "Peterl". Immer mehr Hütten stellten später Edelglas, Hohlglas, Lüster und Dinge des täglichen Bedarfs her. Dem Werkstoff Glas und der Kreativität der Glasbläser waren kaum Grenzen gesetzt.

Aus Glasresten entstand eine ganz besondere Kunst: Das geschundene Glas. Reste, die aus sorgsamem und sparsamem Umgang mit der Masse Glas stammten, das "herausgeschundene" Glas, durften die Hüttenarbeiter für eigene Zwecke verwenden. Dabei entstand so manches Kunstwerk.

Glashütte 
GrainetDie heute noch existierenden Hütten fertigen vor allem edles Kristallglas, das z.T. im Mundblasverfahren zu weißem und farbigem Hohlglas verarbeitet wird. In allen Hütten können Besucher erleben, wie aus der glühenden Masse Kunstwerke entstehen. Glasbläser, -schleifer, -gravierer, -kugler usw. demonstrieren ihr Können gerne vor Publikum.








Veranstaltungen

21.11.2017
Geführte Wanderung in der Haidelregion. ...mehr
21.11.2017

Geführte Wanderung in der Haidelregion.

Treffpunkt Hüttenhof Hobelsberg! TP 10.00 Uhr. Teilnahme kostenlos! Dauer ca. 3 - 4 Std. Wanderführer Dr. Eckart Rössler. Anmeldung bis zum Vortag bis 16.00 Uhr bei Hans Michl Gem. Grainet Tel. 08585/96000.



25.11.2017
Jahresfeier IG Bau ...mehr
25.11.2017

Jahresfeier IG Bau

Veranstalter OV Grainet - Freyung - Waldkirchen im GH Boxleitenmühle. Beginn 19 Uhr



25.11.2017
Erste Hilfe-Kurs MHD Fürholz ...mehr
25.11.2017

Erste Hilfe-Kurs MHD Fürholz

in der alten Schule in Fürholz. Beginn 8.00 Uhr Anmeldung bei 0851/9566610



25.11.2017
Ausflug zum Christkindlmarkt nach Salzburg ...mehr
25.11.2017

Ausflug zum Christkindlmarkt nach Salzburg

des Frauenverein Grainet. Anmeldung bei den Mitgliedern der Vorstandschaft. Abfahrt 9 Uhr


Lageplan